Neuer CNC-Raum an der Karl-Arnold-Schule

In der prozessorientierten Berufsausbildung ist die Förderung der Handlungskompetenz der Auszubildenden oberstes Ziel. Die Handlungskompetenz wird dabei von der Kultusministerkonferenz (KMK) definiert als „die Bereitschaft und Fähigkeit des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten“ (KMK 2005, S. 9). Im Lernfeldunterricht soll diese Handlungskompetenz durch die vollständige Handlung, also dem Fertigen eines Bauteils von der Zeichnung bis zur Endkontrolle, erlernt werden. Der Kauf zweier CNC- Drehmaschinen und die Einrichtung des Raums 531 mit 15 PC – Schülerarbeitsplätzen, einer Investition in Höhe von 275.000,- €, ermöglicht an der Karl-Arnold-Schule die vollständige Umsetzung dieser Handlung, ebenso wie sie in der Praxis benötigt wird. Der Unterricht im Bereich CNC-Drehen wird ab sofort nun in den Fachstufen der Berufe Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Feinwerkmechaniker und auch bei den Technikern für Maschinentechnik durch das Erstellen eines CNC – Programmes, dessen Simulation und der anschließenden Fertigung eines Werkstücks komplett realisiert werden. Hierzu kann jeder Schüler individuell sein eigenes Programm an den PC - Arbeitsplätzen schreiben und an den beschafften Maschinen simulieren und produzieren, was ein fehlererkennendes Denken der Schüler fördert. Ein in diesem Rahmen beschaffter Postprozessor, der die Kopplung der an der Karl-Arnold-Schule vorhandenen CAD/CAM-Programme ermöglicht, wird in den Bereichen der Techniker- und Zerspanungsmechanikerausbildung eingesetzt, um dreidimensionale Daten aus der CAD - Zeichnung zu einem CNC – Programm zu generieren, welches wiederum an die Werkzeugmaschinen direkt übergeben werden kann. Mit diesem breiten Angebot an lernunterstützendem Equipment schaffen wir eine vollkommen neue Lerngrundlage im Bereich der metallverarbeitenden Berufe. Des Weiteren wurde bei dieser Neuanschaffung daran gedacht, die schon in diesem Raum integrierten Maschinen mit in diesen neuen Prozess einzubinden und sie auch mit den 15 Programmierplätzen zu verbinden.

Auch im Zeichen von Industrie 4.0 sehen wir in eine hochgradig innovative und für unsere Schüler ausgesprochen interessante Zukunft.

Durch das neue Angebot sind wir sehr zuversichtlich den Unterricht so attraktiv wie möglich und auf dem neuesten Stand der Technik gestalten zu können.