Zweijährige Berufsfachschule

Bildungsziel

Die zweijährige gewerblich-technische Berufsfachschule (2BFS) vermittelt als Vollzeitschule sowohl eine erweiterte allgemeine Bildung mit dem Ziel der Fachschulreife (mittlerer Bildungsabschluss / dem Realschulabschluss gleichgestellt) als auch eine berufliche Grundbildung. Die berufliche Grundbildung entspricht in der Regel dem ersten Berufsausbildungsjahr.
Als Profile können gewählt werden

  • Elektrotechnik
  • Metalltechnik

Unterrichtsinhalte

Der Unterricht findet täglich von Montag bis Freitag statt, es werden 25 Stunden theoretischer Unterricht und 9 Stunden praktische Ausbildung (Werkstatt) pro Woche erteilt, also insgesamt 34 Unterrichtsstunden.

Es werden allgemeinnbildende Fächer, berufsfachliches Grundwissen und berufspraktische Grundfertigkeiten unterrichtet.

Die Aufnahme in die 2-jährige BFS erfolgt zunächst auf Probe. Am Ende des ersten Schulhalbjahres wird ein Halbjahreszeugnis erteilt. Die Klassenkonferenz entscheidet auf Grund der Noten des Halbjahreszeugnisses über das Bestehen der Probezeit. Wer die Probezeit nicht bestanden hat, muss die Schule verlassen, kann sie jedoch auf seinen Wunsch mit den Rechten und Pflichten eines Schülers noch bis zum Ende des ersten Schuljahres besuchen. Stellt die Schule zum Ende des ersten Schuljahres fest, dass er in die zweite Klasse versetzt werden könnte, entfällt die Verpflichtung, die Schule verlassen zu müssen.

Abschlussprüfung

Zum Ende des 2. Jahres findet die Prüfung der Fachschulreife statt. Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Prüfungsteil. Schriftlich werden in einer landeseinheitlichen Prüfung die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik und Berufsfachliche Kompetenz geprüft. Die praktische Prüfung erfolgt im Fach Berufspraktische Kompetenz (Elektrotechnik bzw. Metalltechnik).

Welche Ausbildung schließt sich an?

Der erfolgreiche Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule schafft eine solide Basis für die Ausbildung in einem gewerblichen Ausbildungsberuf. Bei der Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses kann evtl. ein Jahr auf die Ausbildungszeit angerechnet werden. Nach entsprechender Berufsausbildung und Berufspraxis kann weiterhin eine Techniker- oder Meisterschule besucht werden.
Es können folgende Möglichkeiten wahrgenommen werden:

  • Ausbildung in einem anerkannten Beruf der Metallindustrie oder des Metallhandwerks
  • Ausbildung in einem anerkannten Beruf der Elektroindustrie oder des Elektrohandwerks
  • Ausbildung für den mittleren Verwaltungsdienst bei Behörden oder Polizei.
  • Besuch des 3-jährigen Technischen Gymnasiums (im Hause). Nach dem Abitur (allgemeine Hochschulreife), Studium an allen Universitäten oder Hochschulen. -> Ziel: Bachelor, Master, Mathematiker, Naturwissenschaftler, Lehrerausbildung, usw.
  • Ausbildung für einen Assistentenberuf, z.B. Physikalisch-technischer Assistent, Chemotechnischer Assistent, Elektrotechnischer Assistent, Pharmazeutisch-technischer Assistent.
  • Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung und dem erfolgreichen Besuch eines einjährigen Berufskollegs zum Erwerb der Fachhochschulreife (im Hause) oder einer zweijährigen Fachoberschule Berechtigung zu einem Studium an einer Hochschule (früher Fachhochschule bzw Ingenieurschule). -> Ziel: Bachelor.

Kosten

Die Karl-Arnold-Schule ist eine öffentliche Schule. Das bedeutet für die Schülerinnen und Schüler, dass der Besuch der Berufsfachschule kostenfrei ist. Ebenso werden keinerlei Gebühren für Prüfungen erhoben.

Anfallende Fahrtkosten werden bei Vorliegen aller Voraussetzungen und einer monatlichen Eigenbeteiligung vom Landkreis Biberach übernommen.
Auskünfte zur Ausbildungsförderung (z.B. BAföG) erhalten Sie beim Amt für Ausbildungsförderung an dem für Sie zuständigen Landratsamt.

Aufnahmevoraussetzungen

  1. Hauptschulabschluss oder
  2. Versetzungszeugnis in Klasse 9 der Werkreal- oder Hauptschule mit einem Notendurchschnitt von 3,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
  3. Versetzungszeugnis in Klasse 10 der Realschule oder des 9-jährigen Gymnasiums
  4. Abgangszeugnis der Klasse 8 des 8-jährigen Gymnasiums mit Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik von mindestens 4,0 und in höchstens einem dieser Fächer die Note „mangelhaft“
  5. Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse

Sofern nach Aufnahme aller Bewerber, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, noch nicht alle Plätze an der Schule besetzt sind, kann der Schulleiter außerdem Bewerber mit dem Versetzungszeugnis in die Klasse 9 der Werkreal- oder Hauptschule aufnehmen, wenn im Versetzungszeugnis in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik jeweils mindestens die Note „befriedigend“ erzielt wurde.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage der Karl-Arnold-Schule. Bei der Anmeldung können beide Profile ausgewählt werden.
Zusätzlich zur Online-Anmeldung müssen die folgenden Unterlagen an der Schule eingereicht werden:

  • ausgedruckter und unterschriebener Online-Anmeldebogen
  • Lebenslauf in tabellarischer Form mit Lichtbild
  • Zeugniskopie der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schule

Ab dem 20. März wird aufgrund des Halbjahreszeugnis eine vorläufige Zusage, bzw. ein Wartelistenplatz ausgesprochen. Eine endgültige Zusage erfolgt erst nach Vorliegen des entsprechenden Abschlusszeugnisses.

Auswahlverfahren

Sollten mehr Bewerber die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen als Schüler in die Berufsfachschule aufgenommen werden können, wird die Vergabe der Schulplätze nach einem Auswahlverfahrens (Notendurchschnitt aus den Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch) durchgeführt.

Hinweis zum Führen von Ausbildungsnachweisen

Voraussetzungen

  • Hauptschulabschluss, oder
  • Versetzungszeugnis in Klasse 9 der Werkrealschule mit einem Notendurchschnitt von 3,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
  • Versetzungszeugnis in die Klasse 10 der Realschule oder des 9-jährigen Gymnasiums, bzw. in die Klasse 9 des 8-jährigen Gymnasiums
  • Abgabgszeugnis der Klasse 8 des 8-jährigen Gymnasiums mit Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik von mindestens 4,0 und in höchstens einem dieser Fächer die Note „mangelhaft“
  • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse

Abschluss

  • Fachschulreife (= mittlerer Bildungsabschluss, dem Realschulabschluss gleichgestellt)
  • Praktische Grundausbildung in dem Berufsfeld Elektrotechnik, bzw. Metalltechnik

Anmeldezeitraum

  • 01. Februar - 01. März
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